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ISDN-Abschaltung: Das müssen Unternehmen jetzt wissen!

Rainer Sturm  / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

Der ISDN-Dienst gehört bald der Vergangenheit an: Die aus den achtziger Jahren stammende Technologie ist schlichtweg überholt und für die Provider besteht keine Notwendigkeit mehr, das alte ISDN-Netz weiter zu unterhalten. Die Telekom etwa hat angekündigt, den Dienst bis 2018 abzuschalten. Stattdessen ersetzen viele Netzbetreiber ihre bisherige Technik schrittweise durch All-IP-Netze.

Für Privatanwender, vor allem aber für Unternehmen kann die ISDN-Abschaltung weitreichende Folgen haben. Vom Aufzugnotruf über die Fernwartung von Kopierern oder betriebstechnischen Großgeräten bis hin zum Zeiterfassungssystem kann eine ganze Reihe von Anwendungen und Diensten betroffen sein, wie der Anwenderfachverband DVPT in einer Auflistung darstellt . Unternehmen sollten deshalb schnell prüfen, was das Ende von ISDN für sie bedeutet und welche Schritte sie nun gehen müssen.

Frankiersystem: noch analog oder schon digital?

Im Bereich der Kommunikations- und Dokumentenprozesse etwa können die Frankiersysteme betroffen sein, mit denen die Organisation ihre Geschäftsbriefe freimacht: Bei älteren Modellen wird das Porto über ein analoges Modem in die Maschine geladen. Wird der ISDN-Zugang des Unternehmens gekappt, funktioniert das nicht mehr.

Nun bieten sich der Firma zwei Möglichkeiten: Zumindest übergangsweise kann sie eine PC-Anwendung  nutzen, um ihre analoge Maschine mit neuem Porto aufzuladen. Spätestens dann, wenn der Leasingvertrag des alten Frankiersystems ausläuft, sollte das Unternehmen jedoch die Anschaffung eines neuen, digitalen Frankiersystems  in Betracht ziehen. Damit funktioniert das Portoladen schnell und unkompliziert über das Internet. Wichtig dabei: In vielen Unternehmen ist ein Proxy Server im Einsatz, dessen Funktion das neue Frankiersystem unterstützen muss. Nicht alle Hersteller können das gewährleisten – diesen Aspekt sollten Organisationen bei der Auswahl eines digitalen Frankiersystems also unbedingt berücksichtigen.

Telefonie: gut und günstig über die Cloud Gerade Firmenkunden nutzen zudem oft noch Telefonanlagen und -netze, die auf der veralteten ISDN-Technik basieren. Um keine Risiken bezüglich ihrer Erreichbarkeit einzugehen, sollten sie sich deshalb jetzt nach einer Alternative umsehen. Das nahende Ende von ISDN sollten sie zum Anlass nehmen, statt auf Übergangs- oder Kompromisslösungen direkt auf eine neue, zukunftsfähige Technologie setzen – etwa auf das sogenannte Voice over IP (VoIP).

Bei VoIP findet die Telefonie über das IP-Netz statt, sie wird also in die Cloud verlagert. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist eine gute Internetverbindung. Die Investition in eine eigene TK-Anlage im Haus können sich Unternehmen bei der Cloud-Telefonie genauso sparen wie deren Wartung. Stattdessen nutzen die Mitarbeiter eine virtuelle Telefonanlage . Niedrige Gesprächs- und Basiskosten sorgen zudem für Einsparmöglichkeiten von bis zu 50 Prozent gegenüber der klassischen ISDN-basierten Telefonie.

Über Sabina Prüser

Sabina Prüser, M.A., Leiterin Investor Relations/ Public Relations der Francotyp-Postalia

Sabina Prüser studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Universität Heidelberg. Sie arbeitet seit 2007 bei der Francotyp-Postalia Holding AG. Zuvor was Sie als Head of Back Office bei der Spütz AG und der SPARK GmbH, der deutschen Tochtergesellschaft der New Media Spar plc. London tätig.

Ich arbeite bei der FP als Leiterin IR/PR im Bereich Corporate Communications. Dieser Bereich ist Teil des konzernweiten Marketings, das wir seit letztem Jahr aufgebaut haben. Wir definieren Kommunikation also durchaus als einen weiten Begriff. Täglich bekommen wir mit, wie wichtig schriftliche Kommunikation ist. Die Erfahrungen mit schriftlicher Kommunikation, die nicht nur per Brief läuft, möchte ich gerne teilen und freue mich auf eine rege Diskussion.

Mit herzlichen Grüßen
Sabina Prüser

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