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Innovation durch Inflation: der Durchbruch der Frankiermaschine

Können Sie sich vorstellen, schubkarrenweise Geld für ein Brot oder für das Porto eines Briefes durch die Straßen zu schieben?

1923 war in Deutschland genau das der Fall: Deutschland stand vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Die Preise stiegen ins unermessliche. Der Preis für ein Pfund Rindfleisch kletterte beispielsweise von 12.000 Mark im Juli auf 3,2 Billionen im November. In den letzten Tagen vor der Währungsreform wechselten die Preise nahezu stündlich. Briefmarken wurden ohne Aufdruck hergestellt, die Beamten schrieben den gerade gültigen Stand per Hand ein und bezahlt wurde mit Schubkarren voll Geld.

Schubkarre voll Geld
Schubkarre voll Geld

 

Völlig ungeeignet für diese turbulente Zeit waren die Ende 1912 in einigen Postämtern eingeführten „Barfrankierungsmaschinen“. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde der Brief gegen Bares in den Postämtern freigestempelt. Allerdings hatten sie den Nachteil, nur einen festen Wert drucken zu können. Wenn die Barfrankierungsmaschine beispielsweise nur einen Portowert von 2.000 Mark drucken konnte, mussten bei einer inflationsbedingten Portowertsteigerung dementsprechend viele Stempel zur Freimachung auf den Brief gedruckt werden. Der Platz auf den Briefumschlägen gab das jedoch irgendwann nicht mehr her.

Jetzt war eine Innovation gefragt: es wurde die erste Frankiermaschine der Welt mit einstellbaren Portowerten zugelassen: die Francotyp, Modell A. Von nun an stellten Portowertsteigerungen kein Problem mehr da.  Das hatte einen großen Einfluss auf die Akzeptanz und Verbreitung der Frankiermaschine in den Postämtern und Poststellen der Unternehmen. Die Frankiermaschine feierte Ihren Durchbruch.

Die Frankiermaschine Francotyp A
Die Frankiermaschine Francotyp A

 

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Können Sie sich vorstellen, schubkarrenweise Geld für ein Brot oder für das Porto eines Briefes durch die Straßen zu schieben? 1923 war in Deutschland genau das der Fall: Deutschland stand vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Die Preise stiegen ins unermessliche. Der Preis für ein Pfund Rindfleisch kletterte beispielsweise von 12.000 Mark…

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Über Lisa Hellge

Lisa Hellge, Online Marketing Managerin bei der Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH.

Lisa Hellge studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Freien Universität in Berlin und arbeitet seit 2007 bei FP. Zuvor war sie bei der amapur GmbH tätig.

Ich kümmere mich bei FP um das Online Marketing der deutschen Tochter. Das beinhaltet u.a. die Website, den Onlineshop für Verbrauchsmaterialien, das Suchmaschinenmarketing und die Suchmaschinenoptimierung. Zusätzlich begleite ich auch unsere Social-Media Kanäle und ich freue mich sehr auf die Unterhaltungen, Anregungen und die neuen Kontakte.

Mit lieben Grüßen
Lisa Hellge

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6 Kommentare

  1. Ernst Holzmann

    Prima Artikel, vielen Dank für den “Geschichtsunterricht” und die zusätzlichen Informationen! :-))

    Übrigens: Ich schätze, dass die Francotyp A ca. 42,35 kg wiegt?!

  2. Die Maschine wiegt 101,9 kg würde ich tippen.

  3. Ein toller Beitrag. Ich würde mich auch über eine kleine Geschichte zur Francotyp B, Frankotyp C und Postalia D2/D3 freuen.

  4. super Artikel!

    ich schätze die gute A-Maschine auf 89 kg.

  5. Die Katze ist aus dem Sack.

    Die Auflösung des Rätsels gibt es auf unserer Facebook-Seite unter http://www.facebook.com/FPFrancotypDE.

    Viele Grüße,

    Ihr FP-Team

  6. Marcel Brandner

    wenn man sich vorstellt, wie sich die Frankiermaschinen doch verändert haben. Heutzutage benutzt man doch wohl sowas http://www.frankonia.net/frankiermaschinen/frankiermaschinen-dm300c-dm400c/
    aber auch schön, dass von der ersten Frankiermaschine überhaupt mal berichtet wird, dann bekommt man erst eine Vorstellung wie der Wandel der Zeit doch ist – Im Vergleich zu heute.

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