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Ich habe einen Traum… eher einen Wunsch… Ach, streichen Sie das…

…ich habe eine Vorstellung davon, wie Kommunikation in Zukunft aussehen kann. Wie Output-Kanäle optimal und sinnvoll genutzt werden können. Wie Prozesse vereinfacht und Bearbeiter entlastet werden können. Und das, liebe Leser, endet nicht in einer Dystopie.

Es kommt sehr häufig vor, dass ich die Frage gestellt bekomme: “Was ist denn Ihrer Meinung nach die KILLERAPPLIKATION, damit alle Welt De-Mail einführen muss?“

Ich hätte mir Gedanken machen können, welche „buzzwords“ beim Kunden in dieser Situation gut ankämen. Ich hätte das Marketing beauftragen können, etwas zu finden, was Befriedigung auf diese Frage verschaffen würde.

Vielmehr lautet die ehrliche Antwort: „Es gibt keine Killerapplikation und viel wichtiger, es BRAUCHT auch keine.“ Kommunikation ist ein vielfältiger Prozess und die Frage kann auch anders gestellt werden: „Warum schreiben Sie Briefe, wo ist dafür die Killerapplikation?“ Nach der Antwort suchen Sie sicherlich nicht lange. Der Prozess schreibt einen bestimmten Output vor. In diesem Fall einen Brief.

Die Killerapplikation ist, wenn Sie so wollen, der „Gesamtprozess“ – Und den gilt es zu betrachten. Einzelprozessbetrachtung ist wichtig, keine Frage, aber die Verbesserung der „Virtuellen Intelligenz“ von Output- und Verarbeitungssystemen ist es ebenso. Ich möchte es Ihnen plastisch machen, fast so als hätten Sie Ihre 3D Brille aufgesetzt und schauten ins geöffnete Innere, sozusagen in das „Wesen“ des Prozesses selbst.

Ein heutiger Prozess sieht folgendermaßen aus: Es gibt einen Inputstrom, der durch das Unternehmen verarbeitet wird. Die Verscannung von physischen Dokumenten oder auch die Verarbeitung von digitalen Eingängen ist heute, dank zahlreicher Lösungen, schon Standard. Nehmen wir an, nach der Verarbeitung landet das Schriftstück in einem Dokumenten-Management-System, in einer Warenwirtschaft, kurz in einer digitalen Welt. Der Bearbeiter ruft nun dieses Schriftstück auf, liest es, zieht seine Schlüsse und erzeugt z.B. ein Antwortschreiben, einen Bescheid oder versendet Infomaterialien. Bis hierhin nichts Neues, kennen wir schon. Der Output wird nun der interessante Part, denn hier entscheidet heute der Bearbeiter oder die Orga-Vorschrift darüber, wie der Output zu versenden ist. Meist per Postbrief oder per E-Mail.

Oftmals ist das führende System der Kommunikationsclient (mein Mailprogramm), aus dem heraus alles versendet wird. Und genau hier setzt meine Vorstellung von zukünftigen Kommunikationsprozessen ein. Ich möchte nicht mehr den Client als führendes System. Ich möchte das Verfahren, den Prozess als führendes System. Ein Prozess, der für mich als Bearbeiter den bestmöglichen Output liefert. Erinnern Sie sich noch an die frühe Internetzeit. Dort gab es 56k Modems, die Geräte die so herrliche Fieps- und Zischlaute von sich gaben. Können Sie sich auch noch erinnern, dass es eine Zeit gab, in der Sie eine Vielzahl von Providereinwahlnummern hatten. Fast stündlich gab es unterschiedliche Einwahltarife für verschiedene Provider. Irgendwann gab es dann Modems, die Ihnen die lästige Auswahl abnahmen. Das Least-Cost Routing war geboren. Und ja, das möchte ich jetzt wieder haben. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht: Eine Kostenersparnis beim Versand würde immer die E-Mail bevorzugen. E-Mail ist allerdings (gerade im Geschäftsumfeld) nicht immer die beste Wahl. Es bestehen für bestimmte Dokumententypen Rechtsvorschriften, wie versendet werden darf.

Eine steigende Anzahl von Out- und Input-Kanälen, eine Vielzahl unterschiedlich zu handhabender Dokumente, Vorschriften und Vereinbarungen erschweren dem Bearbeiter die Verarbeitung. Warum lassen wir das System nicht entscheiden, welcher Output-Kanal für welches Dokument der richtige ist? Warum führen wir die Ein-Knopf Philosophie nicht in CRM/DMS/ERP Systemen ein? Wie schön  die Vorstellung des einen Knopfes „senden“ für den Bearbeiter. Und, liebe Leser, DAS geht heute schon – auch mit De-Mail und auch mit hybridem Output, denn auch diese Kanäle sind in Fachverfahren, in Systeme integrierbar.

Da erlebt das aufgebohrte Konzept des „Least-Cost Routing“ mit „subject to regulations“ seine Reinkarnation, das System seine Renaissance und der Prozess seine Apotheose.

Sincerely

Nils Kiehne

 

Welche Kommunikationsideen haben Sie? Welche Kommunikations-Designs werden die neuen Trends bilden? Wie sieht die Killerapplikation für Sie aus?

Ihre Ideen können gewinnen: Nehmen Sie an unserem De-Mail Innovationspreis teil und schildern Sie uns Ihre Kommunikationsidee – www.fp-award.de

…ich habe eine Vorstellung davon, wie Kommunikation in Zukunft aussehen kann. Wie Output-Kanäle optimal und sinnvoll genutzt werden können. Wie Prozesse vereinfacht und Bearbeiter entlastet werden können. Und das, liebe Leser, endet nicht in einer Dystopie. Es kommt sehr häufig vor, dass ich die Frage gestellt bekomme: “Was ist denn…

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Über Nils Kiehne

Nils Kiehne, Leiter Consulting & Innovation der FP-Tochter Mentana-Claimsoft GmbH.

Nils Kiehne studierte angewandte Geologie und arbeitet seit 2007 für die Mentana-Claimsoft GmbH. Die Mentana-Claimsoft ist als erster De-Mail Provider eines der führenden Unternehmen in den Bereichen elektronische Signaturen und sichere Kommunikation in Deutschland.

Ich bin verantwortlich für den erfolgreichen Vertrieb der kompletten Mentana-Claimsoft Produktpalette. Derzeit liegt mein Aufgabenschwerpunkt in der gezielten Ansprache von Kooperationspartner und Interessenten zum Thema De-Mail sowie der Marktpositionierung der Produkte der Mentana-Claimsoft.

Ich freue mich auf einen interessanten Wissensaustausch mit Ihnen,

viele Grüße
Nils Kiehne

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