Home > EFFIZIENZ > De-Mail: keine Angst vorm Fristablauf

De-Mail: keine Angst vorm Fristablauf

Und täglich grüßt das Murmeltier. Vor Deutschlands Gerichten ist jeden Tag in den späten Abendstunden das gleiche Phänomen zu beobachten:

Anwälte kommen zügigen Schrittes auf den Gerichtsbriefkasten zumarschiert um ihre Klagen und Schriftsätze fristgerecht in den Briefkasten zu werfen. Das hastige Umherwuseln der Anwälte endet um 23.59 Uhr, wenn der letzte seine Unterlagen durch den Briefschlitz stopfen konnte und die Klappe im Gerichtsbriefkasten um 00:00 Uhr umschlägt.

Ähnliche Szenen spielen sich abends auch an den Faxgeräten in unzähligen Kanzleien ab. Erfolgt die Übermittlung der Unterschrift am Ende der 83-seitigen Klageerwiderung noch vor 24.00 Uhr? Und was ist mit den 97 Seiten Anlagen? Faxen oder nur per Post versenden?

Doch mit diesem Problem könnte bald Schluss sein.

Das Bundesministerium für Justiz hat kürzlich einen Diskussionsentwurf für ein Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs bei den Gerichten verfasst (http://bit.ly/MReEDD). Beabsichtigt sind „einheitliche und technikneutrale Standards für die elektronische Kommunikation mit der Justiz“, die auch das Übersenden von Schriftsätzen an das Gericht per De-Mail erlauben und den Anwälten den Zugangsnachweis und die Fristwahrung um einiges erleichtern. Mit der Zulassung der De-Mail für den elektronischen Rechtsverkehr soll eine alternative zum EGVP (Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfach) geschaffen werden, dass sich in den letzten Jahren nicht durchsetzen konnte.

Damit wird es überflüssig, abends zum Gericht zu rasen und um 23.59 Uhr viel zu große Briefumschläge in den Nachtbriefkasten zu stopfen. Auch das wegsparende, aber fast noch aufwendigere Faxen des Unterlagenstapels wird nun unnötig.

Der Versand des Schriftstückes erfolgt bequem aus dem Büro oder von zu Hause über den De-Mail-Account und ist so einfach wie das Versenden einer E-Mail. Der Eingang bei Gericht wird durch eine mit elektronischer Signatur versehene Zugangsbestätigung nachgewiesen, die selbstverständlich ein rechtssicheres Beweismittel ist.

 

De-Mail
De-Mail
Und täglich grüßt das Murmeltier. Vor Deutschlands Gerichten ist jeden Tag in den späten Abendstunden das gleiche Phänomen zu beobachten: Anwälte kommen zügigen Schrittes auf den Gerichtsbriefkasten zumarschiert um ihre Klagen und Schriftsätze fristgerecht in den Briefkasten zu werfen. Das hastige Umherwuseln der Anwälte endet um 23.59 Uhr, wenn der…

Nutzerwertung: Geben Sie die erste Bewertung ab.
0

Über Kai Fliegner

Dr. Kai Fliegner, Syndikus und Compliance Officer bei Francotyp-Postalia

Kai Fliegner hat in Rostock Rechtswissenschaften studiert und ist seit 10 Jahren als Rechtsanwalt zugelassen. Bis März 2011 war er als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. Seit dem ist Kai Fliegner für die Francotyp-Postalia Holding AG beschäftigt.

Bei Francotyp-Postalia berate ich als Jurist die Fachabteilungen in alle rechtlichen Fragestellungen. Ich freue mich sehr darüber, den FP-Blog bei rechtlichen Themen unterstützen zu können und bin gespannt auf die Reaktionen, Kontakte und den Wissensaustausch.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kai Fliegner

Auch interessant:

Unternehmen sehen Optimierungspotenzial bei Verarbeitung der Geschäftspost

Ob analog, hybrid oder digital: Die Kommunikation findet heute auf vielen verschiedenen Kanälen statt. Hierbei ...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>