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90 Jahre FP – Blogserie

Wir feiern 90 Jahre FP! Heute, am 11. Juli feiert Francotyp-Postalia sein 90 jähriges Bestehen. Für uns Anlass genug, auf unsere Anfänge im Jahr 1923 zurückzublicken und noch einmal die spannenden Jahrzehnte Revue passieren zu lassen, in denen sich Francotyp-Postalia zur FP-Gruppe und damit zum richtungweisenden Experten in der Briefkommunikation entwickelt hat.

Spannende Hintergründe, Anekdoten und die Menschen hinter FP: Ich, Matthias Lorenzen, Projektleiter F+E Innovationsmanagement bei der FP-Tochter FP-InovoLabs GmbH, habe mich auf eine spannende Entdeckungsreise begeben und ich lade Sie ein, mich und FP zu begleiten.

90 Jahre FP
90 Jahre FP

 

Die 1920er und 30er Jahre

Teil 1: Wie alles begann!

Das Ende des Ersten Weltkrieges und der Vertrag von Versailles brachten Deutschland Hungersnot, Arbeitslosigkeit und Bettelei als Existenzsicherung für Versehrte und Kriegsheimkehrer. Der Währungsverfall bestimmte zunehmend das Leben und erst mit der Einführung der Rentenmark 1922 wurde die Hyperinflation gestoppt. Bald setzte eine Phase wirtschaftlicher Aufwärtsentwicklung und politischer Beruhigung ein. Der Begriff Goldene Zwanziger Jahre prägte ab etwa 1924 den wirtschaftlichen Aufschwung der weltweiten Konjunktur und bezeichnet vor allem die Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Zu dieser Zeit begann die Geschichte von Barfrankierung, Freistempler und Francotyp-Maschinen die zum Preis von 2 Goldmark nachzulesen war in

‘Die Verkehrsnachrichten für Post und Telegraphie‘, Nummer 1, Jahrgang 6 vom 9. Januar 1926:

Der Gedanke, die Barfreimachung der Postsendungen als Ersatz für die Briefmarke einzuführen, hat die Postverwaltungen und auch die Öffentlichkeit viele Jahre hindurch beschäftigt. Man konnte sich jedoch nur zögernd dazu verstehen, die Briefmarke als das alte bewährte Frankierungsmittel in gewissen Fällen preiszugeben und zu der Darstellung der Gebührenwerte durch Stempelung überzugehen.

Bereits im Jahre 1897 tauchte ein solcher Vorschlag in der deutschen Presse auf, aber erst 13 Jahre später, im Jahre 1910, entschloß sich eine deutsche Postverwaltung, die bayerische, dazu, diese Art der Frankierung durch Maschinen in ihrem Betriebe einzuführen. Auch die Reichspostverwaltung gab nach einiger Zeit dem Drängen der Massenauflieferer und der Öffentlichkeit nach und ließ im Jahre 1912 und in den folgenden Jahren bei einer Anzahl von Postämtern, Frankierungsmaschinen aufstellen, die Briefsendungen mit der Freimarke beklebten und diese zugleich mit dem Aufgabestempel bedruckten sowie die zur Freimachung benutzten Marken selbständig zählten; die Barfreimachung durch Stempelabdruck ließ sie jedoch erst bedeutend später zu. Die ersten Versuche in dieser Hinsicht wurden im Jahre 1919 angestellt. Nachdem es Technikern des Reichspostministeriums gelungen war, geeignete Maschinenteile herzustellen und bereits vorhanden Stempelmaschinen durch einbauen dieser Teile für die Freistempelung herzurichten, namentlich durch Anbringung eines Zählwerkes, das in sinnreicher Weise die mechanische Feststellung der Stückzahl der durch die Maschine laufenden Sendungen sicherstellte, ist dies Barfreimachungsverfahren, das sich auf Massenbriefsendungen erstreckt, Ende 1920 bei einigen Postämtern – zunächst für den Inlandsverkehr – eingeführt und nach dem Beschluß des Weltpostkongresses in Madrid später auch für den Auslandsverkehr zugelassen worden.

Lesen Sie in unserem nächsten Blogbeitrag welche drei Hersteller das Rennen gemacht haben bei der Zulassung der Barfrankierungsapparate!

Wir feiern 90 Jahre FP! Heute, am 11. Juli feiert Francotyp-Postalia sein 90 jähriges Bestehen. Für uns Anlass genug, auf unsere Anfänge im Jahr 1923 zurückzublicken und noch einmal die spannenden Jahrzehnte Revue passieren zu lassen, in denen sich Francotyp-Postalia zur FP-Gruppe und damit zum richtungweisenden Experten in der Briefkommunikation…

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Über Matthias Lorenzen

Matthias Lorenzen, Projektleiter F+E Innovationsmanagement bei der FP-Tochter FP-InovoLabs GmbH

Matthias Lorenzen studierte Feinwerktechnik und elektronische Gerätetechnik und arbeitet seit 1994 bei Francotyp-Postalia. Zuvor hat er u.a. bei Siemens und Mannesmann als Konstrukteur und bei Constin Design Berlin als Konstrukteur und Projektleiter gearbeitet.

Seit 1997 bin ich Projektleiter für internationale Unternehmensprojekte und verantwortete u.a. folgende Produkteinführungen: die Briefwaage flexiscale, die Frankiermaschinen mymail und optimail 30 sowie die neue  Frankiermaschine PostBase. Seit 2011 bin ich zusätzlich verantwortlich für die Bereiche Produkt-, Projektmanagement und Vertrieb bei der FP-Inovolabs. Auch die neue Frankiermaschine PostBase haben wir mit vollem Herzensblut entwickelt und ich bin sehr gespannt auf die Resonanz im Markt. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Ihr Feedback!

Mit vielen Grüßen
Matthias Lorenzen

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